Offiziele Interpräsentation SWT AöR. Abwasserreinigung

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  • Bild: Abwasserreinigung

    Abwasserreinigung

    Praktizierter Umweltschutz - nicht nur aufgrund unserer energieautarken Kläranlage

    Kanalisation

    Wir sind im Trierer Untergrund aktiv. Genauer gesagt sind wir für den störungsfreien Betrieb und die Instandhaltung der Kanalisation verantwortlich und betreuen das Kanalnetz mit rund 13.600 Kanalhaltungen und einer Gesamtlänge von ca. 499 Kilometern. Davon entfallen ungefähr 386 Kilometer auf das sogenannte Mischwassersystem, d. h. Schmutz- und Regenwasser fließen in einen gemeinsamen Kanal. Die restlichen 113 Kilometer sind in einem Trennsystem verlegt, das Schmutz- und Regenwasser getrennt ableitet. Auf dem Abwassertransportweg bis zur Kläranlage sind im Kanalnetz 18 Regenüberlauf- bzw. Regenrücklaufbecken, 45 Regenentlastungen und 35 Pumpwerke integriert.

    • Kanalreinigung

      Unangenehme Gerüche, Abflusshindernisse oder Vorbereitungen für Sanierungsmaßnahmen: Die Reinigung der Haupt- und Nebenleitungen in Trier gehört zu unserem Tagesgeschäft. Ablagerungen in den Kanälen spülen wir mit Hilfe einer Hochdruckdüse zu einem Hochdruckkombireinigungsfahrzeug. Eine Vorrichtung saugt den Schmutz aus dem Kanalschacht in das Fahrzeug.

    • Schachtbauwerksanierung

      Wir sind für die Unterhaltung und Sanierung von rund 13.300 Schachtbauwerken zuständig. Darüber hinaus zählt die Schachtangleichung auf Straßenniveau nach Straßensanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen zu unseren Aufgaben.

    • Dienstleistungen

      Sinkkastenreinigung
      Die Reinigung der knapp 16.000 Straßeneinläufe – auch "Gullys" genannt – sowie der 155 Ablaufrinnen und Sandfängen in Trier erfolgt durchschnittlich zweimal im Jahr (zum Teil auch öfter, beispielsweise im Herbst nach Laubfall). Schweres Spülgut, das sich vorwiegend im Schlammeimer der Sinkkästen sammelt wird mit einem speziellen Sinkkastenreinigungsfahrzeug in regelmäßigen Abständen ausgesaugt. Insgesamt sorgen wir mit rund 25.500 Reinigungsvorgängen im Jahr für wasserfreie und verkehrssichere Straßen, Wege und Plätze in Trier.

      Gewässerunterhaltung

      Wussten Sie schon, dass es im Trierer Stadtgebiet neben der Mosel noch weitere 88 Kilometer an Wasserläufen und zwei Hochwasserrückhaltebecken gibt? Für die Unterhaltung dieser Bäche – wie z.B. dem Olewiger Bach oder Sirzenicher Bach – sind wir im Auftrag der Stadt verantwortlich. Zu unseren Aufgaben gehören sowohl die Beseitigung von Unrat, Ablagerungen, Geröll und Schwemmgut als auch die Schnitt-, Rodungs- und Fällarbeiten an den angrenzenden Uferstreifen.

      Hochwasserschutz
      Wir sind für den Auf- und Abbau der stationären und mobilen Hochwasserschutzeinrichtungen zuständig.

      Winterdienst
      Wir unterstützen bei Schnee- und Eisfall die Stadtverwaltung im Winterdienst.

    Klärwerke

    Das Abwasser aus Haushalten, Gewerbe und Industrie, sowie das Regenwasser laufen über das Kanalnetz in das Hauptklärwerk in die Metternichstraße bzw. in der Klärwerk Trier-Ehrang. Dort wird das Wasser in mehreren technisch aufwändigen Stufen zuerst mechanisch, dann biologisch gereinigt. Anschließend leiten wir das gereinigte Wasser in Mosel und Kyll. Dort durchläuft es dann noch einmal den natürlichen Reinigungsprozess. Die Abfallprodukte, die bei der Reinigung des Abwassers entstehen, werden verwertet oder entsorgt. Im folgenden erklären wir Ihnen die Reinigungsstufen Schritt für Schritt.

    • Rechen

      Im ersten Reinigungsschritt durchfließt das Abwasser eine Rechenanlage, die grobe Inhaltsstoffe zurück hält. Die Rechenanlage besteht aus zwei Feinrechen. Bei Bedarf befreien Reinigungsschieber die Rechen automatisch von zurückgehaltenem Rechengut.

    • Sandfang

      Im Sandfang wird die Fließgeschwindigkeit des Abwassers sehr stark reduziert. Dadurch sinken die schweren Stoffe wie beispielweise Sand und Kies zu Boden. Räumer schieben diesen Sand in regelmäßigen Abständen zu Pumpen, die ihn aus dem Abwasser absaugen.

    • Vorklärung

      In den beiden Vorklärbecken wird der feine Schmutz aus dem Abwasser entfernt. Die nicht gelösten Inhaltsstoffe, die schwerer als Wasser sind, sinken zu Boden. Über Räumer und Pumpen gelangt dieser sogenannte Primärschlamm zur Weiterverarbeitung in die Eindicker und anschließend in die Faultürme.

    • Belebungsbecken

      Der biologische Reinigungsschritt kopiert den Selbstreingungsprozess eines natürlichen Gewässers, allerdings in stark verkürzter Form: Mikroorganismen im sogenannten Belebtschlamm (z. B. Bakterien) bauen im Abwasser enthaltene Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen ab. Da die Mikroorganismen Sauerstoff benötigen, um ihre Arbeit zu verrichten, bläst eine besondere Belüftungsanlage Luft in die Belebungsbecken.

    • Nachklärbecken

      Die Aufgabe der Nachklärbecken ist es, den Belebtschlamm wieder vom Abwasser zu trennen. Der Schlamm sinkt zu Boden und wird als sogenannter Rücklaufschlamm wieder dem Belebungsbecken zugeführt. Der Zuwachs an Belebtschlamm – der sogenannte Überschussschlamm – wird, genau wie der Primärschlamm aus den Vorklärbecken, den Faultürmen zugeführt. Nach dem Durchlaufen all dieser Schritte ist das Abwasser gereinigt und fließt direkt in die Mosel.

    • Faulturm

      In den Faultürmen werden Primär- und Sekundärschlämme bei 35 Grad Celsius etwa 20 Tage behandelt. Methanbakterien setzen einen Fäulnisprozess in Gang, bei dem neben Klärschlamm auch sehr energiereiches Klärgas entsteht.

    • Stromerzeugung

      Mit diesem Klärgas betreiben wir zwei Blockheizkraftwerke. Diese erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Den Strom verbrauchen wir innerhalb der Anlage. Überschüssigen Strom speisen wir in das lokale Stromnetz ein. Die Wärme nutzen wir zum Heizen der anliegenden Gebäude und zur Erwärmung der Faultürme. Was wir alles getan haben, um unser Hauptklärwerk energieautark zu machen, erfahren Sie in unserer Broschüre "Energieautarkes Hauptklärwerk Trier".

    • Klärschlamm

      Der Klärschlamm fließt aus den Faultürmen in Schlammstapelbecken und setzt sich dort ab. Aufgrund seines hohen Nähr- und geringen Schadstoffgehalts setzen Landwirte diesen Klärschlamm in der Region zum Düngen ihrer Felder ein.

    Ansprechpartner

    • Foto: Gerd Herrmann
      Betrieb Abwasser (Abteilungsleiter)

      Gerd Herrmann

      Tel.: 0651 717-3700
      Fax: 0651 717-3709
    • Foto: Patrick Peukert
      Betrieb Abwasser (Klär- und Pumpwerke)

      Patrick Peukert

      Tel.: 0651 717-3702
      Fax: 0651 717-3709
    • Foto: Markus Spoden
      Betrieb Abwasser (Kanalnetz)

      Markus Spoden

      Tel.: 0651 717-2415
      Fax: 0651 717-2419
    • Foto: Tim Hartmann
      Betrieb Abwasser (Kanalbau und -sanierung)

      Tim Hartmann

      Tel.: 0651 717-1627
      Fax: 0651 717-1609
    Kanalbenutzungsgebühr netto = brutto
    nach Trinkwasserverbrauch (bis 30. Jui 2009) 1,46 Euro/m³
    nach Trinkwasserverbrauch (ab 1.Juli 2009) 1,70 Euro/m³
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