Offiziele Interpräsentation SWT AöR. SWT Stadtwerke Trier - "Zum Erreichen der Ziele braucht es einen klaren Weg"

Hauptnavigation Suche Hauptinhalt Kurzlinks/Infos für...
Seitenkopf

Seiteninhalt

  • 12.09.2022

    "Zum Erreichen der Ziele braucht es einen klaren Weg"

    Seit Montag ist der Energie- und Technikpark (ETP) der Stadtwerke Trier offiziell in Betrieb – Ministerpräsidentin Malu Dreyer: "Seine Einzigartigkeit macht den ETP zu einem Leuchtturm in Rheinland-Pfalz."

    Bild: Christian Reinert, Arndt Müller (SWT), MP Malu Dreyer, Umweltstaatssekretär Michael Hauer und OB Wolfram Leibe (v. l.) bringen den ETP symbolisch ans Netz.
    Christian Reinert, Arndt Müller (SWT), MP Malu Dreyer, Umweltstaatssekretär Michael Hauer und OB Wolfram Leibe (v. l.) bringen den ETP symbolisch ans Netz.
    Das erste energieautarke Gewerbequartier in Rheinland-Pfalz, der Energie- und Technikpark (ETP) der Stadtwerke Trier (SWT), hat am Montag offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Unter den zahlreichen Gästen, darunter auch Trierer Bundestags- und Landtagsabgeordneten, befand sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie war in Begleitung von Umwelt-Staatssekretär Michael Hauer gekommen. Auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern bietet der Standort Grüneberg künftig 400 Menschen genügend Raum für ihre Arbeit.

    „Die SWT zeigen damit, wie Energiewende geht.“

    Bild:
    Der ETP befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptklärwerk der Stadt Trier. Das versorgt sich dank ausgeklügelter Technik nicht nur selbst mit Energie, sondern liefert auch Strom und Wärme in den ETP. Möglich machen das zwei Klärgas-Blockheizkraftwerke, diverse Photovoltaik-Anlagen, eine Wasserkraftanlage im Reinwasserablauf, Pufferspeicher sowie ein Klärgasspeicher. Entsprechend beeindruckt zeigte sich die Ministerpräsidentin: „Die SWT zeigen damit, wie Energiewende geht.“  Der von dem Unternehmen eingeschlagene Weg sei zukunftsweisend und damit ein Vorbild nicht nur in Rheinland-Pfalz. Stolz merkte sie an, dass dieser überzeugende und von EU, Bund und Land geförderte Lösungsweg bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Und auch von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert: „Seine Einzigartigkeit macht den ETP zu einem Leuchtturm in Rheinland-Pfalz.“ Sie sei nicht zuletzt deshalb sehr stolz auf die Trierer Stadtwerke: „Der ETP ist ein Prototyp für innovatives und entschlossenes kommunales Handeln und damit sicherlich auch ein Vorbild für viele andere Regionen in unserem Land.“

    Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier und Aufsichtsratsvorsitzender der SWT, hatte zuvor noch einmal den Werdegang des ETP nachgezeichnet und dabei aus seinem Stolz auf die erbrachte Leistung keinen Hehl gemacht. Sein besonderer Gruß galt seinem Amtsvorgänger Klaus Jensen, der gemeinsam mit dem Verwaltungsrat der SWT im Februar 2014 den Beschluss zum Bau des ETP fasste. "Heute verspricht die Zusammenarbeit der unterschiedlichen betrieblichen Einheiten von Stadt und Stadtwerken im ETP vielfältige Synergieeffekte und bietet den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Institutionen moderne und zukunftsweisende Arbeitsplätze. Unsere SWT haben einen tollen Job gemacht", sparte er nicht mit Lob.

    "Baustein zur Erreichung unserer ambitionierten Ziele"

    Bild:
    Nicht nur bei der Energieversorgung legen die Stadtwerke Trier großen Wert auf Nachhaltigkeit. Deshalb haben sie den ETP gemäß den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) entwickelt. Dafür spielen sowohl Aspekte der Energie- und Ressourceneffizienz als auch nachhaltige Arbeitsplatz- und Bürogestaltung eine Rolle. Die Gebäude werden teilweise in Anlehnung an das Cradle to Cradle®-Prinzip ökoeffektiv aus- und umgebaut. Dieses Prinzip des Gebäudebaus in Kombination mit einem CO2-neutralen Energiekonzept (s.u.), bildet die Grundlage dafür, das Areal als nachhaltiges Gewerbegebiet zertifizieren zu lassen. Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze orientieren sich die Stadtwerke am Konzept der sogenannten „Green Workingplaces“.

    SWT-Vorstand Arndt Müller bezeichnete das klimaneutrale Gewerbequartier ETP als einen „Baustein zur Erreichung unserer ambitionierten Ziele“ und als einen „klaren Beitrag zum Schutz unseres Klimas.“ Die SWT seien schon lange kein klassisches Stadtwerk mehr: „Wir haben ein klar definiertes Zielgebiet, in dem wir tätig sind.“ Im Mittelpunkt des Handelns stünden die Themenfelder Mobilität, Daseinsvorsorge, Energie und Immobilien. Diese gelte es digital, sinnvoll und für die Kunden nachhaltig und gewinnbringend zu vernetzen. Kommunale Neubauten klimaneutral ausgeführt, wie die neue Feuerwehrzentrale, oder die Sanierung des Theaters, seien eine zentrale Aufgabe der SWT geworden. Daneben entwickele man klimaneutrale Wohn- und Gewerbequartiere mit einem Höchstmaß an Digitalisierung und Mobilitätsangeboten wie beispielsweise das Quartier in Trier-West, das Quartier Ostallee oder das für die Stadt entwickelte Gewerbequartier der früheren General-von-Seidel Kaserne. „Klimaneutralität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind dabei unser Antrieb und schließen sich gegenseitig keineswegs aus“, betonte der Vorstand. Auch er richtete seinen Dank an die Mitarbeiter, die das Projekt ETP realisiert haben: „Ich bin stolz darauf, mit euch im Sinne unseres Unternehmens SWT zusammen arbeiten zu dürfen.“

    Umweltministerium fördert Carport-Anlage aus heimischem Schwachholz

    Bild:
    Im Rahmen der offiziellen Inbetriebnahme haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Umweltstaatssekretär Michael Hauer auch einen Förderbescheid in Höhe von 100.000 Euro für die Errichtung eines Carports unter Ausnutzung von regionalen Schwachhölzern überreicht. Hintergrund: Der Aspekt der Nachhaltigkeit und des Werkstoffes Holz sollen nicht nur im Innenbereich der Gebäude, sondern auch im Außenbereich Anwendung finden. Mit dem Bau einer innovativen Carportanlage setzen die Stadtwerke Trier ihre Nachhaltigkeitsstrategie fort. Hierzu hat die Hochschule Trier, Fachbereich Architektur, ein Forschungsprojekt initiiert, welches sich mit der verstärkten Nutzung von bislang als „nicht sägefähig“ bezeichnetem Rundholz (Schwachholz) zur Herstellung von Holz-Beton-Hybridwänden beschäftigt. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes wurden erstmalig im Energie- und Technikpark in die Praxis umgesetzt.

    Zahlen, Daten Fakten:

    • Bezug: von Ende 2018 bis 2022
    • Entwicklungsfläche: 45.000 qm
    • freiwerdende Fläche in der Ostallee: 10.000 qm
    • Mitarbeiter am Standort: 400 (220 Stadt Trier, 180 SWT)
    • Adresse: Am Grüneberg 90, 54292 Trier


    Chronik:

    • 2013: Kauf des Geländes (ehemalige Papierfabrik Ehm)
    • 2014: Beschluss für gemeinsamen Standort Stadt/SWT
    • 2015: Frühzeitige Bürgerbeteiligung für Bebauungsplan
    • Dezember 2016: Abrissarbeiten starten
    • 2018: Neue Leitungsinfrastruktur für das gesamte Gelände
    • September 2018: ETP mit dem Stadtwerke Award ausgezeichnet (3. Platz)
    • 2019: Erste Einheiten der Stadtreinigung beziehen den neuen Standort
    • Oktober 2019: Inbetriebnahme SWT-Rechenzentrum
    • September 2020: StadtRaum bezieht Halle C2
    • November 2020: Ausweitung des ETP: Kauf Vossloh-Lais-Gelände, Bau Probebühne etc.; neue Gesamtinvestitionssumme: 38 Millionen Euro
    • Januar 2022 - Der Umzug des SWT-Lagers beginnt
    • April 2022: Asphaltarbeiten auf dem Gelände abgeschlossen
    • Mai /Juni 2022: Umzug Kranbahn/Freilager
    • 12.09.2022: Offizielle Inbetriebnahme


Seitenfuß

zum Seitenanfang