Offiziele Interpräsentation SWT AöR. SWT AöR - Rege Diskussion bei der Infoveranstaltung zum PSKW-Rio

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Bild: Rege Diskussion bei der Infoveranstaltung zum PSKW-Rio
  • 28.11.2013

    Rege Diskussion bei der Infoveranstaltung zum PSKW-Rio

    Rund 50 interessierte Bürger aus Ensch und den umliegenden Gemeinden sind Ende November der Einladung der Stadtwerke Trier (SWT) gefolgt, um sich über den aktuellen Planungsstand für das geplante Pumpspeicherkraftwerk Rio zu informieren.

    Der Fokus der Veranstaltung lag auf den Ergebnissen der ersten geologischen Erkundungsphase, die SWT-Projektleiter Rudolf Schöller zusammen mit dem Geologen Norbert Zeidler vorgestellt hat. Zeidler blickt auf eine langjährige, internationale Erfahrung im Bereich des Staudammbaus zurück und betreut im Auftrag der SWT die Arbeiten vor Ort. Die ersten geologischen Untersuchungen, die zwischen Februar und Mai im Projektgebiet durchgeführt wurden, haben ergeben, dass  
    sich der Standort bei Ensch und Mehring prinzipiell für den Bau des Projekts eignet und bisher kein technisches Ausschlusskriterium vorliegt. Die neuen Erkenntnisse aus den Bohrungen sind jetzt in die technische Planung eingearbeitet worden und haben damit das Projekt weiter konkretisiert. So haben die Bohrungen im Bereich des Unterbeckens beispielsweise ergeben, dass die Gesteinsschichten durchlässig sind und deswegen das Unterbecken komplett abgedichtet werden muss. Ebenfalls neu ist ein zusätzlicher Abschlussdamm für das Unterbecken, der erforderlich ist, um die Pegelschwankungen im Unterbecken zu begrenzen und gleichzeitig den Sedimenteintrag in das Unterbecken zu reduzieren.
    Die Bürger haben die Gelegenheit genutzt, um zahlreiche Fragen zu der Standsicherheit und dem Bauwerk zu stellen. Neben den Vertreter der SWT und der ausführenden Firmen haben ebenfalls Rudolf Poppe (kommissarischer Referatsleiter regionale Hydrogeologie) und Ansgar Wehinger (Referatsleiter Ingenieurgeologie) vom Landesamt für Geologie und Bergbau (LGB) aus Mainz Rede und Antwort gestanden. Das LGB ist die neutrale Fachbehörde, die die Ergebnisse des geologischen Erkundungsprogramms überprüft. Ihr vorläufiges Fazit: Wie jedes Projekt in dieser Größenordnung habe das PSKW-Rio einige Herausforderungen wie zum Beispiel den Altbergbau der Grube Morgenstern aus dem 19. Jahrhundert oder die zahlreichen Quellenvorkommen, aber das sind Aufgaben, die man lösen könne, so die Fachleute. So wird es eigens für den Altbergbau ein separates Gutachten eines darauf spezialisierten Fachunternehmens geben.
    Neben Fragen zur Geologie hatten die Teilnehmer auch Gesprächsbedarf zu den Themen Flurbereinigung, Lärmauswirkungen während des Baus und Auswirkungen auf den Weinanbau. Auf Vorschlag der SWT finden zu den einzelnen Themen eigene Infoveranstaltungen mit den jeweils verantwortlichen Kontrollgremien statt. Der nächste Termin steht bereits fest: Am 11. Dezember wird Professor Heinemann von der Universität Trier die Ergebnisse des Gutachtens zur Frostgefährdung der Weinbauflächen in Thörnich durch das geplante Unterbecken vorstellen. Eine genaue Ankündigung folgt zeitnah.
    Im Rahmen der Veranstaltung haben die SWT außerdem die juwi-Gruppe aus Wörrstadt als neuen Partner für die weitere Entwicklung des Projekts begrüßt. Gemeinsam wollen sie das Projekt zur Baureife bringen und haben zu diesem Zweck eine gemeinsame Projektentwicklungsgesellschaft unter dem Namen SWT PSKW-Rio GmbH gegründet. Die SWT halten 70 Prozent der Anteile, während juwi mit 30 Prozent beteiligt ist.
    Vor Ort führt die Universität Trier aktuell im Auftrag der SWT ein hydrologisches Messprogramm durch, mit dem sie Wetter- und Klimadaten sammeln und die Abflussmengen relevanter Quellen und Bäche, unter anderem im Kautenbach messen. Parallel bereiten die SWT die nächste Phase des geologischen Erkundungsprogramms vor. „Die bisherigen Ergebnisse sind die Grundlage für die Fortführung der laufenden Planungen“, so der zuständige Projektleiter Rudolf Schöller.


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