Offiziele Interpräsentation SWT AöR. SWT AöR - Keine verstärkte Kaltlufteinströmung durch geplantes Pumpspeicherkraftwerk

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  • 13.12.2013

    Keine verstärkte Kaltlufteinströmung durch geplantes Pumpspeicherkraftwerk

    Rückblick zur Informationsveranstaltung in Thörnich am 11. Dezember 2013

    Mitte Dezember hat Professor Günther Heinemann von der Universität Trier (Fach Umweltmeteorologie) sein Gutachten zum klimatischen Einfluss des geplanten Pumpspeicherkraftwerks RIO (PSKW) auf die Weinbauflächen bei Thörnich vorgestellt. Die Ortsgemeinde Thörnich liegt auf der gegenüberliegenden Moselseite des geplanten PSKW und hat im Raumordnungsverfahren Einspruch eingelegt. Grund für den Einspruch war die Vermutung der Winzer, dass das PSKW einen Kaltlufteinfluss auf die Weinberge der Gemarkung Thörnich, hier insbesondere auf die Flachlagen der Thörnicher Schießlay, zur Folge haben könnte. Die Winzer sind besorgt, dass dadurch verstärkt Spätfröste in den Monaten April und Mai auftreten. Diese Sorge konnte Professor Heinemann entkräften. Kaltluftströmungen im Kautenbachtal können nur bei windschwachen Hochdrucklagen entstehen. Die Untersuchungen haben ergeben, dass im Bereich der Weinanbauflächen bei Thörnich die Kaltluftproduktion bei windschwachen Hochdrucklagen und die damit verbundene Gefahr von Bodenfrost lokal bedingt sind. Außerdem sei nicht zu erwarten, dass Kaltluftströme aus dem Kautenbachtal im April oder Mai die Mosel überqueren.
    Die anwesenden Winzer waren verwundert und berichteten von Erfahrungen, die sie sich bisher mit der Kaltluft aus dem Kautenbachtal erklärt hätten. Um eine mögliche Ursache für diese Erfahrungen zu ermitteln (wie bspw. bereits minimale Senken in den Weinbergslagen), haben die Stadtwerke Trier (SWT) vorgeschlagen, dies mit Hilfe eines Geländemodells nochmals zu untersuchen. Offen zeigten sich die SWT auch  für den konkreten Wunsch eines Gastes. Er schlug vor, im Falle eines Baus eine eigene Wetterstation für Thörnich zu errichten, um mögliche Einflüsse des PSKWs messbar zu machen. Auf Anraten der SWT kann dies von der Gemeinde als Forderung im weiteren Genehmigungsverfahren eingebracht werden.
    Ein weiteres Anliegen der Winzer war die Frage, ob sich im Sommer durch die Wasserflächen von Ober- und Unterbecken die Luftfeuchtigkeit in der Region erhöhen würde und dadurch ein verstärkter Pilzbefall der Weinreben begünstigt werden könnte. Professor Heinemann hält dies für unwahrscheinlich, da das Kautenbachtal aktuell bewaldet ist und über Wäldern die Verdunstung stärker ist als über glatten Wasseroberflächen.
    Auf Wunsch der Winzer werden die SWT in 2014 auch mit den umliegenden Gemeinden Longuich, Mehring und Lörsch Gespräche  zum Thema Beeinflussung des Mikroklimas durch das geplante PSKW führen.

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