Offiziele Interpräsentation SWT AöR. SWT AöR - Zukunftsfähige Trinkwasserversorgung: Stadtwerke Trier kooperieren mit dem Wasserzweckverband Birkenfeld

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  • 10.02.2020

    Zukunftsfähige Trinkwasserversorgung: Stadtwerke Trier kooperieren mit dem Wasserzweckverband Birkenfeld

    Umweltministerium des Landes Rheinland-Pfalz fördert das Projekt mit 84.000 Euro

    Ziel der Zusammenarbeit ist es, die im Verbundprojekt Westeifel gewonnenen Erkenntnisse für eine klimaangepasste und zukunftsfähige Wasserversorgung in der Nationalparkregion zu nutzen. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium fördert das Projekt mit 84.000 Euro.

    Bild: Arndt Müller (Vorstand SWT, links), Friedrich Marx (Vorsteher Wasserzweckverband Birkenfeld u. Bürgermeister Idar-Oberstein)
    Arndt Müller (Vorstand SWT, links), Friedrich Marx (Vorsteher Wasserzweckverband Birkenfeld u. Bürgermeister Idar-Oberstein)
    Am heutigen Donnerstag, 6. Februar 2020 haben der Wasserzweckverband Birkenfeld und die Stadtwerke Trier im WasserWissensWerk in Kempfeld eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll in den nächsten zwei Jahren überprüft werden, inwieweit die im Verbundprojekt Westeifel gewonnenen Erkenntnisse für eine klimaangepasste und zukunftsfähige Wasserversorgung auf Nationalparkregion übertragbar sind. Das Umweltministerium des Landes Rheinland-Pfalz fördert die Kooperation mit 84.000 Euro.

    Höfken: "Aktives Handeln gegen den Klimawandel"

    Umweltministerin Ulrike Höfken wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Klimawandel aktives Handeln erfordere, damit die CO2 Belastung deutlich verringert werde. „Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sind mit die größten Energieverbraucher in den Kommunen. Die Werke haben daher eine besondere Verantwortung, ihre wichtigen Leistungen möglichst energie- und CO2-optimiert zu erbringen. Neben allen Möglichkeiten der Energieeinsparung gilt es, soviel wie möglich regenerative Energie zum Einsatz zu bringen. Ein herausragendes und für ganz Rheinland-Pfalz wegweisendes Projekt ist das mehrfach ausgezeichnete Verbundprojekt Westeifel der Stadtwerke Trier. Hier wurden die Bereiche Energiewende, Klimaneutralität, Versorgungssicherheit oder die Preis- und Gebührenstabilität in einer solchen Konsequenz zusammengedacht wie bundesweit fast nirgendwo sonst.“ Nun gehe es darum, die die vorhandenen Potentiale für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft zu erheben und zu bewerten und zu überprüfen, ob die erfolgreichen Ansätze aus der Eifel in die Nationalparkregion übertragbar seien. Das Land werde alle Maßnahmen hin zu einer klimaangepassten Wasserwirtschaft unterstützen, betonte die Ministerin. „Gemeinsam können wir der Nationalparkregion durch eine leistungsstarke und zukunftsfähige Infrastruktur der Wasserwirtschaft wichtige Impulse geben“ so Höfken abschließend.

    Kooperation zwischen Birkenfeld und Trier mit Fokus Energiemanagement

    Der Verbandsvorsteher des Wasserzweckverbandes im Landkreis Birkenfeld, Bürgermeister Friedrich Marx betont, durch die topographischen Gegebenheiten in der Nationalparkregion, sei man im Bereich der Trinkwasserversorgung in vielfältiger Weise auf Druckveränderungsanlagen wie Pumpstationen und Druckminderanlagen angewiesen. Dies sei mit einem sehr hohen Energieaufwand verbunden. Auch im Bereich der Abwasserbeseitigung sei der Landkreis Birkenfeld sehr dezentral aufgestellt und der hierfür erforderliche Energieaufwand belaste die allgemein hohen Verbrauchsentgelte in der gesamten Wasserwirtschaft des Landkreises. Mit die Kooperation mit den Stadtwerken Trier hoffe man, aus den Erfahrungen in dem Westeifelprojekt Entwicklungen im Landkreis Birkenfeld anstoßen zu können, die in eine sinnvolle und auf neuesten Erkenntnissen basierende Energiebewirtschaftung für den Raum Birkenfeld ergebe. Daher freue man sich auf die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Trier und gehe die nun kommenden Beratungen und zielorientierten Planungen hoffnungsvoll an. „Neben Qualität und Quantität wird die Klimaneutralität der Trinkwasserversorgung in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund möchten wir im Rahmen des Projekts einerseits überprüfen, inwieweit neue, zusätzliche Potentiale zur Energieerzeugung genutzt werde können. Andererseits gilt es die vorhandene Infrastruktur unter Ausnutzung der Digitalisierung neu zu vernetzen und dadurch Mehrwert für alle Beteiligten zu schaffen“, so SWT-Vorstand Arndt Müller abschließend.

    • Hintergrund: Das Regionale Verbundsystem Westeifel

      Foto: Hintergrund: Das Regionale Verbundsystem Westeifel
      Mit dem „Regionalen Verbundsystem Westeifel“ machen die Landwerke Eifel (LWE) in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Trier ihre Region fit für die Zukunft: Kernstück des Projekts ist der Neubau einer integrierten, rund 80 Kilometer langen unterirdischen Nord-Süd-Trasse, ergänzt durch eine rund 45 Kilometer lange Ost-West-Trasse. Neben der Transportleitung für Trinkwasser werden je nach Abschnitt Leitungen verschiedener Sparten, wie Erdgas, Biogas oder Glasfasernetze mitverlegt. Die Nutzung der topografischen Gegebenheiten minimiert dabei den Energieeinsatz für die Trinkwasserversorgung. Durch den Einsatz von Turbinen erzeugen die LWE sogar Strom über das Trinkwassersystem. Durch die Einbindung regionaler regenerativer Erzeugungsanlagen und die Optimierung und intelligente Steuerung der Lastprofile von Kläranlagen, Trinkwasseranlagen oder Industrie- und Gewerbekunden durch künstliche Intelligenz schafft das Projekt zudem wichtige Voraussetzungen für einen Energieabgleich in der Region und leistet einen Beitrag für den regionalen Klimaschutz.

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