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Bild: Mariahof: Heizwerk öffnet seine Türen

Mariahof: Heizwerk öffnet seine Türen

150 Besucher werfen am Samstag, 13. Mai 2017 von 11 bis 14 Uhr einen Blick hinter die Kulissen des Heizwerks Mariahof


„Obwohl wir direkt daneben wohnen, haben wir nicht erwartet, dass die Anlage so groß ist und innen so modern wirkt“, erzählen Beate und Karl-Werner Boden nach der Führung durch das Heizwerk. Rund 150 Besucher haben am vergangenen Samstag die Gelegenheit genutzt und einen Blick hinter die Kulissen des Kraftwerks geworfen. Herzstück der Anlage ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das aus Bioerdgas effizient Wärme und Strom erzeugt. Diese geschickte Kombination aus energieeffizienter Technik und klimaneutralem Energiebezug macht den Stadtteil Mariahof zu einem Musterbeispiel für die Energiewende. 1963, zunächst als rein mit Öl befeuertes Heizwerk gestartet, haben die Stadtwerke Trier die Anlage im Laufe der Jahre unter Effizienz- und Umweltaspekten weiterentwickelt. Zu den Meilensteinen zählen unter anderem die Umstellung auf Zweistoff-Feuerung (Öl und Gas), der Einbau eines mit Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerks (2005) und die Erneuerung der gesamten Leitungsinfrastruktur (2005 bis 2012). Seit 2014 wird das BHKW sogar besonders umweltschonend mit Bioerdgas betrieben. "In Mariahof greifen viele Bausteine sinnvoll ineinander, die unter dem Strich für eine Wärmeversorgung mit hervorragender Klimabilanz sorgen", erläutert Werner Bonertz, Bereichsleiter Liegenschaften bei den Stadtwerken.

Wärme und Strom klimaneutral mit Bioerdgas

Und ganz nebenbei erzeugt das ursprüngliche Heizwerk im Jahr mehr als doppelt so viel Strom, wie die Haushalte in Mariahof benötigen. „Bislang mussten wir diesen Strom an der Strombörse verkaufen. Das wird sich bald ändern und deshalb entwickeln wir für unsere Kunden vor Ort gerade  ein regionales Stromprodukt, das auch eine Lieferung aus Mariahof beinhaltet“, freut sich SWT-Vertriebsleiter Thomas Speckter. „Darüber hinaus werden wir voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres die Belieferung des BHKWs auf Bioerdgas aus der Region umstellen“, so Speckter weiter. Dabei handelt es sich um Biogas aus regionalen Anlagen, das die Biogaspartner Bitburg GmbH, eine zukünftige Tochter der SWT, an einem zentralen Standort aufbereiten und ins Erdgasnetz einspeisen möchte.“

Chronik des Fernheizwerks Mariahof

  • 1963: Aufbau einer Fernwärmeversorgung mit der Gründung des Stadtteils Mariahof
  • 1970: Umrüstung des Heizwerks von reiner HEL-Feuerung auf Zweistoff-Feuerung Erdgas/HEL
  • 1988: Teilsanierung Schornsteinanlage
  • 1991: Sanierung Heizöllager
  • 1994: Einbau neue Pumpensteuerung
  • 1994: Einbau Wärmezähler und Umbau Haus-, Wohnungsanschlussarmaturen (ca. 1.150 Stück)
  • 1994-1996: Austausch der Netzreglerstationen (101 Stück)
  • 2000-2001: Sanierung Heizwerk
  • 2002-2003: Bau einer neuen Erdgasreglerstation zur Gasvollversorgung des Heizwerks
  • 2004: Festlegung der Sanierungstrassen und deren Berechnung sowie Einbeziehung der Entwässerung
  • 2005: Ausführungsplanung Netzsanierung unter Berücksichtigung der notwendigen Kanalsanierung
  • 2005: Erweiterung der Heizzentrale Mariahof um ein BHKW-Modul
  • 2005-2012: Sanierung der Fernwärmeleitungen
  • 2014: Betrieb mit Bioerdgas (EEG)

Zahlen & Fakten

  • BHKW Gasmotor (Bioerdgas, 16 Zylinder, 2.000 kW elektrisch, entspricht ca. 2.800 PS bei 1.500 1/min, und 2.400 kW thermisch)
  • Mittelspannungsgenerator (10.000 V, 2.000 kW)
  • zwei Brennwertkesseln (9.500 kW)
  • zwei Wärmespeicher flexibilisieren die Steuerung
  • eingesetztes Bioerdgas pro Jahr: 26 Mio. kWh
  • Wärmelieferung pro Jahr: 11,5 Mio kWh
  • Stromerzeugung pro Jahr: 9 Mio. kWh



Termin

Datum:
13.05.2017
Uhrzeit:
11:00 - 14:30 Uhr




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