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Projekt: „Kommunen im neuen Licht“

Zwei Millionen Euro Bundesförderung für eine energieeffiziente Beleuchtung des Schulkomplexes und der Mehrzweckhalle Mäusheckerweg.


Zwei Millionen Euro stellte das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des LED-Wettbewerbs „Kommunen im neuen Licht“ für Stadt und SWT zur Verfügung, um das LED-Beleuchtungskonzept des Schul- und Freizeitkomplexes Mäusheckerweg umzusetzen. Trier war als einzige Stadt in Rheinland-Pfalz einer von bundesweit zehn Gewinnern unter 141 Bewerbungen. In zwei Jahren wurde die Innnen- und Außenbeleuchtung des Schulzentrums auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Die Ergebnisse: Energie- und CO2-Einsparungen um 75 Prozent, eine bessere Lernatmospähre und eine eigens entwickelte Leuchte, die perfekt an die Erfordernisse der Schule angepasst ist. Das hat auch die Deutsche Energieagentur (dena) überzeugt. Sie hat das Projekt mit dem Label "Good Practice Energieeffizienz" ausgezeichnet. Das Label vergibt die dena für Projekte, die zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs beitragen.



Das Projekt im Überblick:

  • Konzept
    Energieeinsparung, lange Lebensdauer, umweltgerechte Entsorgung, neue Möglichkeiten einer maßgeschneiderten Beleuchtung – das sind nur einige Vorteile der neuen Technologie. Aber was bedeutet das konkret und warum hat das Konzept für das Schulzentrum Mäusheckerweg den Zuschlag bekommen? Wir haben unseres Wissens nach als einzige Kommune auch die Außenbeleuchtung bei der Planung berücksichtigt und so eine integrierte Lösung präsentiert. Der Standort ist öffentlichkeitswirksam. Das steht außer Frage: Knapp 1.500 Schüler nutzen den Schulkomplex, der Realschule plus und Gymnasium vereint. Darüber hinaus dient die Mehrzweckhalle mehreren tausend Sportler und Zuschauern jährlich als Freizeitstätte. Einerseits möchten wir die Sicherheit im Innen- und Außenbereich erhöhen, andererseits hat die Stadt Trier natürlich auch einen langfristigen wirtschaftlichen Vorteil. Die neuen Leuchtmittel verbrauchen nur noch rund ein Drittel der Energie im Vergleich zu den alten Leuchten.


  • Leuchtturm
    Wir möchten im Rahmen unseres Klimaschutz Engagements bei unseren Kunden einen bewussteren Umgang mit Energie schaffen. Die ökonomischen und ökologischen Potenziale der LED-Technologie liegen auf der Hand, sowohl für Kommunen, Industrie- und Gewerbe, als auch für private Haushalte. Was fehlt sind die Praxisbeispiele. Mit den Erfahrungen eines solchen Leuchtturmprojekts können wir die Technologie auch in anderen Gebäuden in Trier und der Region etablieren, den somit den gewonnenen Wirtschafts- und Umweltnutzen vervielfachen und einen Beitrag zur Energieeffizienz leisten.


  • Wissenschaftliche Begleitforschung
    Eine wichtige Rolle spielt auch die wissenschaftliche Begleitung. Die optischen und elektrischen Parameter der neuen Technologie wurden von der Hochschule Trier gemessen, dokumentiert und ausgewertet. So wurden die neuen Leuchtmittel in nackten, wissenschaftlichen Kennzahlen vergleichbar gemacht. Darüber hinaus hat das Fraunhofer Institut in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (IREES) eine sozialwissenschaftliche Begleitforschung betrieben. Denn bei einem solchen Projekt kommt es nicht nur auf technische Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit an, sondern auch auf die Akzeptanz der Nutzer. Die Behaglichkeit von Räumen kann generell die Einstellung zu energiesparenden Maßnahmen beeinflussen. Deshalb war es besonders wichtig, dass diese Aspekte im Rahmen der Förderung dokumentiert und evaluiert wurden. Insbesondere die pädagogische Nutzung im Schulunterricht und die Multiplikatorwirkung in Elternhaus und Freundeskreis trugen somit maßgeblich dazu bei, dass die neue Technologie ein Teil des Alltags wurde – über alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen hinweg.


  • Projektrollen
    Das Projekt wurde von der Stadt Trier (Projektempfänger, Antragsteller, Bauherr) und uns (Koordination) gemeinsam umgesetzt. Darüber hinaus arbeiteten folgende externe Dritte als Projektpartner mit Stadt und SWT zusammen: Fachhochschule Trier (Messtechnische Analysen), Fraunhofer Institut (Technisch Wissenschaftliche Begleitung), IREES (Sozial-wissenschaftliche Begleitung), Ingenieurbüro Volz (fachtechnische Planung), Philips (Hersteller Fachtechnik), Zumtobel (Hersteller Fachtechnik).


  • Ergebnis
    In zwei Jahren haben SWT und die Stadt Trier gemeinsam mit den Projektpartnern die Innen- und Außenbeleuchtung des Schulzentrums Mäusheckerweg umgerüstet. Insgesamt wurden 1.632 LED-Sanierungsleuchten, 114 LED-Tafelbeleuchtungen, 408 Präsenzmelder und Tageslichtsensoren, 46 LED-Außenleuchten und 36 LED-Foyer-Leuchten eingebaut. Das Besondere: Zu Beginn des Projektes waren nur die LED-Außenbeleuchtung und Teile der Effektbeleuchtung bereits am Markt erhältlich. Gemeinsam mit dem Leuchtenhersteller Philips haben SWT und Stadt unter dem Arbeitstitel "Trierer Leuchte" eine Leuchte entwickelt, die optimal an die Erfordernisse der Schule angepasst ist. Mittleicherweile ist diese Leuchte im Produktportfolio von Philips fest etabliert. Die Sanierungsleuchte bietet den Vorteil, dass Nebenarbeiten wie Decken,- Maler, und Putzarbeiten vermieden und so der Aufwand für die Installation gering gehalten wird.

    Durch die LED-TEchnik gibt es nun auch eine normgerechte Beleuchtung in allen Klassenräumen. Die intelligente Lichtsteuerung durch Tageslicht- und Präsenzmelder sorgt für Energie- und CO2- Einsparungen von 75 Prozent. Die Beleuchtung unterstützt das Lern- und Arbeitsverhalten der Schüler. Im Außenbereich trägt die Beleuchtung für mehr Sicherheit auf dem Gehwegen bei.

    Nach Abschluss des Projektes haben Stadt und Stadtwerke in einem Klassenraum der Schule ein LED-Kompetenzzentrum eingerichtet. In Veranstaltungen informieren Experten über die Einsatzmöglichkeiten von LED in Unternehmen, öffentlichen Gebäuden, in Privathaushalten und bei der Außenbeleuchtung. Messgeräte vergleichen den Energieverbrauch von herkömmlichen Leuchten mit LED und Infotafeln informieren über die unterschiedlichen Anwendungsbereiche von LED. Außerdem können Interessierte LED Leuchten testen.





Ansprechpartner

  • Bild
    Energienahe Dienstleistungen
    Hermann Weber

    Tel.: 0651 717-2260
    Fax: 0651 717-2219







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