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Systemstabilisierungsverordnung (SysStabV)

Die Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) die am 20. Juli 2012 in Kraft getreten ist regelt die Nachrüstung von Wechselrichtern und Entkupplungsschutzeinrichtungen für bestimmte Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) im Nieder- und Mittelspannungsnetz des Netzbetreibers.


Die Nachrüstung ist erforderlich, um das systematische Abschalten bei 50,2 Hz zu vermeiden, da dies zu einer Netzdestabilisierung führen würde. Gemäß dieser Verordnung, werden die Netzbetreiber mit der Durchführung zur Nachrüstung dieser Anlagen beauftragt:

Die Elektrizitätsverteilernetzbetreiber sind gemäß § 8 SysStabV verpflichtet, die Nachrüstung nach den §§ 4, 5 und 7 SysStabV durch eine Elektrofachkraft nach DIN VDE 1000-10 (VDE 1000-10):2009-01 durchführen zu lassen.

Für die Anlagenbetreiber die der Nachrüstung dieser Anlagen unterliegen sind die erforderlichen Arbeiten, die der Verteilnetzbetreiber bis zu dem 31.12.2014 pflichtgemäß durchführen muss, wird in der Regel  durch einen von der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH beauftragten qualifizierten Dienstleister durchgeführt und ist für den Anlagenbetreiber in diesem Fall kostenlos.

Von dieser Regelung sind folgende Anlagen betroffen:

Im NS-Netz:
  • bei Anlagen > 10 kWp und dem Inbetriebnahmezeitpunkt 31.08.2005 – 01.01.2012
  • bei Anlagen > 100 kWp und dem Inbetriebnahmezeitpunkt ab 01.04.2001 – 01.01.2012

Im MS-Netz:

  • bei Anlagen > 30 kWp und dem Inbetriebnahmezeitpunkt ab 01.04.2001 und vor dem 01.01.2009

Die Verordnung verpflichtet aber auch die Betreiber von PV-Anlagen, Ihren Netzbetreiber bei der Umrüstung der Anlage zu unterstützen. Auch Ihre Anlage(n) muss/müssen aufgrund der Verordnung überprüft und ggf. nachgerüstet werden.

Downloads zur Systemstabilisierungsverordnung:
  1. Abfragebogen für den Anlagenbetreiber
  2. Ausfüllhilfe für den Anlagenbetreiber
  3. Begleitschreiben BMWi

Für weitere Fragen zur Nachrüstung Ihrer Anlage wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium, den Netzbetreibern, dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE), dem BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. Antworten erarbeitet, die Sie unter http://www.solarwirtschaft.de/betreiber.html oder www.bdew.de/50-2Hz oder www.zveh.de/50-2-hz einsehen können.


Ausschreibung nach Systemstabilisierungsverordnung

Um eine gewisse Netzstabilität zu erreichen hat die SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH die Arbeiten zur Umrüstung von Wechselrichtern und Entkopplungsschutz laut der  Systemstabilisierungsverordnung (50,2 Hz. Problematik) ausgeschrieben und sucht einen zuverlässigen  Partner aus der Branche Photovoltaik zur Umsetzung der erforderlichen Arbeiten.
Sollte Ihre Firma Interesse bekunden, sich für die Umrüstarbeiten zu bewerben so erhalten Sie unter folgendem Link weitere Informationen:


Ansprechpartner

  • N - Strategie Anlagen und Netze/Regulierungsmanagement/Umwelt- und Arbeitsschutz
    Christoph Adams

    Tel.: 0651 717-1581
    Fax: 0651 717-1589



SWT-Lexikon

  • Grund- und Ersatzversorgung
    Die Grund- und Ersatzversorgung wird in den §§ 36 und 38 des Energiewirtschaftsgestzes (EnWG) geregelt.

    Der Wettbewerb im Energiemarkt veränderte 1998 die Geschäftsbeziehungen zwischen Kunden und Lieferanten grundlegend. Jeder Strom- oder Erdgaskunde kann seither seinen Anbieter frei wählen. Den rechtlichen Rahmen für die Unternehmen sowie für den Verbraucherschutz bilden das Energiewirtschaftsgesetz sowie mehrere Verordnungen. Für die Haushalte ist dabei entscheidend, dass die Grundversorgung mit Strom oder Erdgas stets gewährleistet wird.

    Die Grundversorgung mit Energie legt unter anderem fest, dass jeder Kunde in Haushalt und Kleingewerbe Anspruch auf Strom- und Erdgaslieferungen nach einem Grundtarif hat. Wenn der Verbraucher beispielsweise in eine neue Wohnung zieht, kann er die Grundversorgung automatisch nutzen, ohne extra einen Vertrag abschließen zu müssen.

    Die Ersatzversorgung sorgt dafür, dass Haushalte beim Wechsel des Lieferanten niemals ohne Strom oder Erdgas sind. Wenn ein Anbieter beispielsweise Insolvenz anmeldet, muss der Grundversorger des Netzgebiets einspringen. Der Kunde wird erst einmal automatisch zum Preis der Ersatzversorgung beliefert und kann sich dann innerhalb von drei Monaten nach einem neuen Anbieter umsehen.

    • Im Bereich Strom: Die SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH ist Grundversorger in Trier. In der Region Trier ist RWE für die Grundversorgung verantwortlich.
    • Im Bereich Erdgas: Die SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH ist Grundversorger in Trier, Bitburg, Speicher, Binsfeld, Herforst, Arenrath, Wittlich, Alf, Bullay, Zeltingen-Rachtig, Wehlen, Bernkastel-Kues, Thalfang, Hermeskeil, Reinsfeld, Saarburg, Kanzem, Konz, Schweich.



  • Kilowattstunde
    Einheit zur Messung von Energiemengen. Dabei entspricht eine Wattstunde (1 Wh) ca. 3,6 Kilojoule (kJ). 1000 Wh sind eine Kilowattstunde (1 kWh) und 1000 kWh sind eine Megawattstunde (MWh). Der Stromverbrauch in Deutschland liegt bei ungefähr 615 Terawattstunden (TWh), das sind 615 Milliarden Kilowattstunden. Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt verbraucht etwa 3500 Kilowattstunden im Jahr. Mit einer Kilowattstunde kann man beispielsweise 15 Stunden Radio hören, 1 kg Wäsche waschen oder Mittagessen für vier Personen kochen.






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