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Bild: Nahwärme

Nahwärme

Eine Heizzentrale für viele Häuser spart Energie


Die wachsenden ökologischen Herausforderungen haben nicht nur Energie-effiziente Einzellösungen zur Folge, sondern fördern auch den Aufbau von ganzen Energiekonzepten. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit sogenannten Nahwärmenetzen und legen damit den Grundstein für effiziente Energieverbünde in Trier und der Region.

  • Das Prinzip
    Bei einer Nahwärmeversorgung werden über eine gemeinsame Heizzentrale die umliegenden Gebäude über ein Leitungsnetz mit Wärme versorgt. In der Heizzentrale steht ein Blockheizkraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-KOpplung Strom und Wärme erzeugt. Der Strom wird entweder in das öffentliche Netz eingespeist oder direkt vor Ort verbraucht. Die Wärme wird - wie Strom oder Wasser - über ein unterirdisches Leitungsnetz den Verbrauchern zur Verfügung gestellt. Die Leistung der Heizzentrale richtet sich dabei nach Anzahl und Bedarf der späteren Wärmekunden. Je nach örtlicher Gegebenheit planen wir zusätzliche Komponenten wie Heizkessel mit Biomasse oder Wärmepumpen für das Nahwärmenetz mit ein.


  • Beispiel in Trier
    Nahwärmelösung Krahnenufer
    Auf dem Gelände der Vereinigten Hospizien am Krahnenufer versorgt ein BHKW die gesamten Vereinigten Hospizien, das benachbarte Annastift, die innerstädtischen Gebäude der Fachhochschule und die Berufsbildenden Schulen über ein Leitungsnetz mit Wärme. Das BHKW produziert bei einer Laufzeit von 5.000 Stunden pro Jahr etwa 9,8 Millionen Kilowattstunden Strom und 9,9 Millionen Kilowattstunden Wärme.


  • Beispiel in der Region
    Nahwärmenetz "Wohnen auf dem Kalkturm" in Wittlich
    In Zusammenarbeit mit der Stadt Wittlich haben wir für das Neubaugebiet "Wohnen auf dem Kalkturm" eine zentrale Wärmeversorgung mit einem BHKW, einer Wärmepumpe und einem unterirdischen Leitungsnetz gebaut. Das BHKW erzeugt zentral Strom und Wärme. Der Strom betreibt wiederum eine Wärmepumpe, die mit hoher Effizienz Wärme aus dem Boden gewinnt und diese zusammen mit der BHKW-Wärme über das Leitungsnetz den Bewohnern zur Verfügung stellt. An das Wärmenetz sind insgesamt 24 Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser angeschlossen.
    Wir bauen und betreiben weitere Nahwärmenetze in Reinsfeld, Konz-Roscheid, Veldenz, Irsch/Saar und Hermeskeil.





Ansprechpartner

  • Bild
    Unternehmenskommunikation
    Carsten Grasmück

    Tel.: 0651 717-1054
    Fax: 0651 717-2259



SWT-Lexikon

  • Nahwärme
    Nahwärme ist die Übertragung von Wärme über verhältnismäßig kurze Strecken durch ein Nahwärmenetz zwischen Gebäuden zu Heizzwecken. Rechtlich wird zwischen Nah- und Fernwärme nicht unterschieden. Nahwärme wird im Unterschied zur Fernwärme in kleinen, dezentralen Einheiten realisiert und bei relativ niedrigen Temperaturen übertragen. Daher lässt sich Wärme aus Blockheizkraftwerken, aber auch aus Solarthermieanlagen oder Erdwärmeanlagen verwerten. Im Zuge der verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien spielt der Ausbau von Nahwärme daher eine große Rolle.


  • Kilowattstunde
    Einheit zur Messung von Energiemengen. Dabei entspricht eine Wattstunde (1 Wh) ca. 3,6 Kilojoule (kJ). 1000 Wh sind eine Kilowattstunde (1 kWh) und 1000 kWh sind eine Megawattstunde (MWh). Der Stromverbrauch in Deutschland liegt bei ungefähr 615 Terawattstunden (TWh), das sind 615 Milliarden Kilowattstunden. Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt verbraucht etwa 3500 Kilowattstunden im Jahr. Mit einer Kilowattstunde kann man beispielsweise 15 Stunden Radio hören, 1 kg Wäsche waschen oder Mittagessen für vier Personen kochen.






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