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Bild: Daseinsvorsorge innovativ vernetzt
14.06.2017

Daseinsvorsorge innovativ vernetzt

Bundestagsabgeordnete aus der Region besuchen Stadtwerke Trier und informieren sich zum Thema Daseinsvorsorge – Die SWT setzen auf Mehrspartigkeit und regionale Kooperationen


Innovative Energieprodukte aus regionaler Erzeugung, intermodales Verkehrsmanagement unter Einbindung der Elektromobilität oder ein Klärwerk, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht - die Stadtwerke Trier nutzen als regionaler Infrastruktur- und Energiedienstleister Megatrends wie Digitalisierung und Dezentralisierung, um ihre Sparten kompetent zu vernetzen und kommunale Kooperationen auszubauen. Im Rahmen einer Initiative des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) rund um das Thema Daseinsvorsorge haben die SWT die regionalen Bundestagsabgeordneten am Mittwoch 14. Juni 2017 eingeladen, um ihr Engagement für die Bürgerinnen und Bürger aus Trier und der Region zu präsentieren.

Neben den klassischen Stadtwerke-Sparten Strom, Gas und Wasser haben die Stadtwerke Trier mit dem öffentlichen Personennahverkehr, innerstädtischen Parkhäusern, Hallenbad und Sauna, der Abwasserreinigung, der Straßenbeleuchtung und einer Telekommunikationsparte viele Infrastruktur-Aufgaben unter ihrem Dach vereint. Corinna Rüffer (Grüne), Katrin Werner (Linke), Bernhard Kaster (CDU) und Patrick Schnieder (CDU) haben bei ihrem Besuch im SWT-Tagungsraum einen Eindruck erhalten, wie das kommunale Unternehmen diese unterschiedlichen Aufgaben geschickt verbindet, um Synergien zu schaffen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. (Dr. Katarina Barley (SPD) konnte die Einladung aufgrund ihrer neuen Aufgaben als Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kurzfristig nicht wahrnehmen.)

äppes und Römerstrom.Regio

Mit ihrer Smartphone-Anwendung „äppes“ haben die SWT Mitte 2016 einen digitalen Kommunikationskanal zu ihren Kunden etabliert, der alle Sparten erfolgreich abdeckt: „Vom Online-Kundencenter, über Baustelleninformationen, Busnachrichten und Fahrplaninfos bis zur automatischen Navigation zum nächsten freien Parkplatz in der Innenstadt versorgen wir inzwischen rund 18.000 Nutzer mit allen wichtigen Informationen rund um unser Unternehmen“, sagt SWT-Vorstand Dr. Olaf Hornfeck. Die Kunden können via App auch mit wenigen Klicks prüfen, ob sich das Dach ihres Hauses für eine Photovoltaik-Anlage eignet. Für Mehrfamilienhäuser haben die SWT ein besonderes „Mieterstrommodell“ im Angebot. Und wer kein eigenes Hausdach besitzt und trotzdem regional erzeugten Solarstrom beziehen möchte, kann mit RÖMERSTROM.REGIO Strom aus SWT-eigenen Erzeugungsanlagen beziehen. Insgesamt spielt der Klimaschutz eine wichtige Rolle für den Energielieferant: Mit der Umstellung aller Haushaltskunden auf klimaneutralen Ökostrom vor zehn Jahren haben die SWT bis heute im Vergleich zum normalen Strommix insgesamt rund zehn Millionen Tonnen CO2 eingespart. Inzwischen werden auch die privaten Erdgaskunden ausschließlich mit CO2-freier Energie beliefert.

Klärwerk produziert Energie

Klimaschutz und Photovoltaikanlagen spielen auch bei dem Energiekonzept des Hautklärwerks in Trier eine große Rolle. Denn die Stadtwerke haben das Klärwerk von einem der unternehmensweit größten Energieverbraucher zum intelligenten Vorzeigebetrieb in Sachen Energieeinsatz weiterentwickelt und dabei sogar die Betriebssicherheit verbessert. „Dazu haben wir zunächst alle Verbraucher im Klärwerk im Rahmen einer Effizienzoffensive auf den Prüfstand gestellt. Durch neue technische Komponenten und angepasste Reinigungsprozesse konnten wir den Energieverbrauch der Anlage von knapp vier auf circa drei Millionen Kilowattstunden reduzieren“, erklärt SWT-Technik-Vorstand Arndt Müller. Parallel dazu habe man in einem spartenübergreifenden Projekt die Energieerzeugung vor Ort ausgebaut: Durch den Ausbau der Eigenerzeugung wie beispielsweise ein zweites, zusätzliches Klärgas-BHKW, PV-Anlagen auf den Betriebsgebäuden und eine Turbine im Ablauf der Anlage erzeugen die Stadtwerke inzwischen mehr Strom auf dem Gelände des Klärwerks als vor Ort verbraucht wird. Der Abgleich von Erzeugung und Verbrauch erfolgt in Echtzeit durch ein künstliches neuronales Netz. „Mit dieser innovativen Software stellen wir den energieautarken Betrieb der Anlage sicher und können zukünftig sogar Energieüberschüsse für einen neuen Betriebsstandort in der unmittelbaren Nachbarschaft nutzen“, so Müller weiter.

Elektromobilität rollt an

Ein weiteres Beispiel, wie die SWT kommunale Daseinsvorsorge mit Klimaschutz und innovativer Infrastruktur koppeln, ist der Mobilitätsbereich. „Elektromobiler ÖPNV im ländlichen Raum bei topographisch anspruchsvollen Linienverläufen“, so heißt ein vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördertes Projekt, mit dem die Stadtwerke Trier im Jahr 2017 in den elektro-mobilen ÖPNV einsteigen. Dabei ersetzen u. a. drei batterieelektrische Linienbusse vorhandene Dieselfahrzeuge. „Unser Ziel ist es, den Primärenergieverbrauch zu senken und durch die Nutzung regionaler erneuerbarer Energie den Nahverkehr emissionsfreier zu gestalten“, erläutert der SWT-Verwaltungsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Wolfram Leibe. Dazu werden die Ladestationen der Busse mit Ökostrom versorgt, ebenfalls vorrangig aus SWT-eigenen Erzeugungsanlagen. Für Elektro-PKW betreiben die Stadtwerke aktuell 17 öffentliche Ladepunkte an sechs Standorten in der Trierer Innenstadt. In 2017 sollen alle Parkhäuser und Tiefgaragen des Unternehmens mit Ladesäulen ausgerüstet sein. Um die Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum sukzessive zu erweitern, testen die SWT derzeit, inwiefern die Straßenbeleuchtung für diese Aufgabe mitgenutzt werden kann. Denn die Stadtwerke haben Anfang 2016 auch die hoheitliche Aufgabe der Straßenbeleuchtung für die Stadt Trier übernommen. Die vorhandene Infrastruktur soll für zusätzliche Aufgaben genutzt werden, beispielsweise zur Einrichtung neuer Ladepunkte, zur Installation eines öffentlichen WLANs oder für den Aufbau neuer Informationstechnologie im Zusammenhang mit dem Smart-Meter-Rollout. Auch die Beleuchtungstechnik wird energieeffizient erneuert: „Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren mindestens 1.000 alte Leuchten pro Jahr auf modernste LED-Technologie umzustellen. So können wir den Verbrauch erheblich reduzieren und die Umwelt entlasten“, erläutert Müller. Durch die Reduktion der eingesetzten Leuchten-Typen auf nur fünf unterschiedliche, sehr energieeffiziente Modelle und die digitale Steuerung und Wartung über ein intelligentes Datenmanagementsystem wird die Effizienz zusätzlich erhöht und die Betriebs- und Wartungskosten werden deutlich reduziert. 

Verbundnetz und Energiewabe für Versorgungssicherheit

Aber nicht nur in der Stadt Trier sind die SWT aktiv. Mit dem „Regionalen Verbundprojekt Westeifel“ in Zusammenarbeit mit der Kommunale Netze Eifel AöR entwickeln die Stadtwerke derzeit ein großes spartenübergreifendes Infrastrukturprojekt zwischen Trier und der nordrhein-westfälischen Grenze. Neben der Weiterentwicklung der Trinkwasserversorgung und dem Ausbau des Glasfasernetzes und der Erdgas- und Stromleitungen ist die Vernetzung der vorhandenen Biogasanlagen ein wichtiger Projektbaustein für die ländliche Region. „Im Rahmen der Biogaspartner Bitburg GmbH vernetzen wir gemeinsam mit kommunalen und privaten Partnern mehrere Biogasanlagen im Projektgebiet und werden das überschüssige Biogas zentral aufbereiten, um es ins Erdgasnetz einzuspeisen. So schaffen wir eine Perspektive für vorhandene Biogasanlagen, die in den nächsten Jahren aus dem EEG auslaufen“, erläutert Technik-Vorstand Müller. Denn Biogas - insbesondere wenn es zu Bioerdgas aufbereitet im Erdgasnetz zur Verfügung steht - biete flexible Einsatzmöglichkeiten, so Müller weiter: Einerseits als Regelenergie, die die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne ausgleichen kann, andererseits als Beimischprodukt, das vertrieblich genutzt werden kann.

Wie die Versorgungssicherheit in der Region in der Zukunft vor dem Hintergrund des Ausbaus der Erneuerbaren Energien sichergestellt werden kann, das untersuchen die SWT als Projektpartner des Interreg-Förderprojekts „EnergiewabenGR“. Ziel des Projekts ist es, lokale und regionale Ausgleichseffekte auf Erzeuger- und Verbraucherseite unter Einbindung eines Verbunds aus Energiespeichern für die Zukunft zu simulieren, um die Versorgungssicherheit zu garantieren.

Bildunterzeile

Christian Rauen, SWT-Betriebsleiter Elektrizität erläutert den Bundestagsabgeordneten (v. l.) Corinna Rüffer,  Patrick Schnieder, Bernhard Kaster und Katrin Werner das Mehrwertkonzept der Straßenbeleuchtung


Ansprechpartner

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    Unternehmenskommunikation
    Carsten Grasmück

    Tel.: 0651 717-1054
    Fax: 0651 717-2259



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