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Errichtung und Inbetriebsetzung von EEG- und KWK-Anlagen

Hier finden Sie alle Informationen und Gesetzestexte, wie Sie den Strom aus EEG- und KWK-Anlagen in das SWT-Netz einspeisen können.



Im Interesse des Klima-, Natur- und Umweltschutzes hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren eine gesetzliche Grundlage geschaffen, die das Einspeisen von erneuerbaren Energien und von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in das bestehende Versorgungsnetz regelt:

Eigenerzeugungsanlagen bedürfen grundsätzlich der Betriebsgenehmigung durch den örtlichen Netzbetreiber SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH. Nur dieser kann auf Grund seiner Kenntnisse der jeweiligen Netzanschlussverhältnisse beurteilen, ob eine Anlage am gewünschten Punkt angeschlossen werden kann.


1. Anmeldung

Anmeldepflichtig sind Neuanlagen und auch Änderungen (Erweiterungen) bei bestehenden Anlagen. Die Anmeldung erfolgt mit unserem Formblatt "Antrag zur Genehmigung einer Eigenerzeugungsanlage“. Bitte füllen Sie diesen entsprechenden Antrag vollständig und gut leserlich aus, Sie ersparen sich und uns damit Zeit bei der Bearbeitung des Antrages. Ferner benötigen wir einen Lageplan; bei Photovoltaikanlagen muss das Gebäude, auf dem die Anlage installiert werden soll, markiert sein.
Ab einer Anlagennennleistung von mehr als 30kW (kWp) ist der Anmeldung außerdem eine Auftragserteilung zur Durchführung einer Netzverträglichkeitsprüfung (Kostenpflichtig) beizufügen.

Entsprechend den geltenden Vorschriften sind außerdem folgende Unterlagen:
  • Übersichtsschaltplan der gesamten elektrischen Anlage mit den Daten der eingesetzten Betriebsmittel (eine einpolige Darstellung ist ausreichend).
  • Nachweis über die Richtlinienkonformität der Erzeugungseinheit gemäß der Anwendungsregel VDE AR-N 4105 (Errichtung und Betrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz) bzw. der BDEW-Richtlinie „Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz“.
  • Nachweis über die Richtlinienkonformität des NA-Schutzes gemäß der Anwendungsregel VDE AR-N 4105 (Errichtung und Betrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz) bzw. der BDEW-Richtlinie „Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz“.

2. Netzverträglichkeitsprüfung

Nach Vorliegen der vollständigen Antragsunterlagen werden wir die Anschlusssituation überprüfen und eine Netzverträglichkeitsprüfung durchführen. Dabei wird ermittelt, ob ein Anschluss mit der gewünschten Einspeiseleistung an dem von Ihnen benannten Netzverknüpfungspunkt möglich ist. Anschließend teilen wir Ihnen schriftlich mit, ob die Anlage in der gewünschten Größe installiert und betrieben werden kann. Sollte eine Einspeisung mit der gewünschten Einspeiseleistung nicht möglich sein, wird die maximale Einspeiseleistung am Netzverknüpfungspunkt ermittelt. Da sich diese Prüfung aufgrund der stetig steigenden Anzahl von Einspeiseanlagen in unserem Netz zunehmend aufwendiger gestaltet, werden zur Deckung der Aufwendungen ab einer Anlagennennleistung von mehr als 30kW (kWp) ab dem 01.12.2012 (Posteingang bei SWT) pauschale Entgelte erhoben. Die Höhe der Entgelte kann dem Formblatt zur Auftragserteilung entnommen werden.
Mit der Einspeisegenehmigung erhalten Sie das Inbetriebnahmeprotokoll und weitere Informationen. In Ihrem eigenen Interesse empfehlen wir Ihnen, die Anlage erst nach Vorlage dieser Genehmigung zu bestellen.

4. Inbetriebsetzung der Photovoltaikanlage

Die Inbetriebsetzung wird von einer von Ihnen beauftragten und im Installateurverzeichnis eingetragenen Elektrofirma mit dem Formblatt “Fertigstellungsanzeige/Inbetriebsetzung“ beantragt. Ferner ist vom Anlagenerrichter  ein "Inbetriebsetzungsprotokoll“ komplett auszufüllen und gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber zu unterschreiben. Der Inbetriebsetzungszeitpunkt wird zwischen Ihrer Elektrofirma und unserer zuständigen Abteilung abgestimmt.


  • Kundeneigene Zähler sind unzulässig
    Wir möchten Sie an dieser Stelle darüber informieren, dass ab dem 01.01.2012 keine kundeneigenen Einspeisezähler, die nicht von einem dritten Messstellenbetreiber betrieben werden, mehr eingebaut werden dürfen. Der Anlagenbetreiber hat ab diesem Zeitpunkt nur noch die Wahl, ob er den zuständigen Netzbetreiber, in diesem Fall die SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH, oder einen fachkundigen Dritten als Messstellenbetreiber nimmt. Und zwar betrifft dies sämtliche Anlagen, die unter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fallen, auch solche der Kraft-Wärme-Kopplung, sofern sie nach dem EEG vergütet werden.Wie Sie aufgrund der zahlreichen Berichterstattungen in den Medien sicherlich mitbekommen haben, hat die Bundesregierung zur Einleitung der Energiewende ein Maßnahmenpaket entwickelt, das die Änderung zahlreicher Gesetze und Verordnungen vorsieht. Eine dieser Änderungen betrifft zahlreiche Regelungen des EEG, welche  ab dem o.g. Zeitpunkt zu beachten sind. Da aufgrund der Liberalisierung des  Messwesens im Rahmen des Messstellenbetriebs und nunmehr auch bei dem Betrieb des Einspeisezählers diverse Prozesse und Anforderungen zu beachten sind, soll der Anlagenbetreiber dem Gesetzgeber zufolge nicht mehr selbst Betreiber des Einspeisezählers sein können.



Bei der Inbetriebnahme ist das ausgefüllte Inbetriebsetzungsprotokoll mit unseren Netzmonteur durchzusprechen sowie die vollständigen Anlageunterlagen (Umfang gemäß Dokument „Anmeldeverfahren zur Errichtung und Inbetriebsetzung einer Erzeugungsanlage“) zu übergeben. Sie bekommen dann eine Kopie des Protokolls zurück zum Verbleib bei der Anlage.

Hinweise zur Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen

Seit dem 1. Januar 2009 sind die Betreiberinnen und Betreiber von Photovoltaik-Anlagen gemäß § 16 Abs. 2 S. 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verpflichtet, Standort und Leistung dieser Anlagen der Bundesnetzagentur zu melden. Andernfalls ist der Netzbetreiber nicht zur Vergütung des Stroms verpflichtet. Eine entsprechende Anmeldung finden Sie unter: http://www.bundesnetzagentur.de
Eine Kopie des ausgefüllten Formulars als Bestätigung der Anmeldung des Anlagebetreibers über die Meldung an die BNetzA ist mit einzureichen.

Bei Photovoltaikanlagen, deren Inbetriebnahme vor der jeweiligen Vergütungsabsenkung nach EEG gefährdet ist, ist folgende Verfahrensweise im Versorgungsnetz der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH einzuhalten:

Zum Nachweis der technischen Betriebsbereitschaft der Photovoltaikanlagen müssen die Photovoltaikmodule auf der Trägerkonstruktion vollständig installiert und komplett verkabelt und an die jeweiligen Wechselrichter angeschlossen sein. Der Anlagenerrichter sowie der Anlagenbetreiber muss dies in einem separaten Inbetriebnahmeprotokoll – kann beim Netzbetreiber angefordert werden – schriftlich mit Unterschrift bestätigen.

Zur Nachweisführung müssen entsprechend Bilder der PV-Module und deren Verkabelung sowie Bilder der Verkabelung bis zu den entsprechenden Wechselrichter mit dem Datum der Betriebsbereitschaft von der installierten Photovoltaikanlage eingereicht werden.


Vorgehensweise zur Beantragung und Inbetriebnahme einer Erzeugungsanlage im Niederspannungsnetz der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH ohne Vergütung nach EEG oder KWKG

Bei der Errichtung, dem Betrieb, der Instandhaltung und Änderung der Anlage sind
die entsprechenden Normen, Verordnungen und Richtlinien (z.B. VDE, TAB 2007 etc.) in den jeweils gültigen Fassungen zu beachten. Dies gilt insbesondere für die „Technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Niederspannungsnetz der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH (TAB)" unseren Ergänzungen und die „VDE Anwendungsregel ANR-4105 Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz - Technische Mindestanforderung
für den Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am
Niederspannungsnetz".

Bitte reichen Sie folgende Unterlagen vor der Montage der Anlage ein:
  • Anmeldung für Erzeugungsanlagen
  • Datenblatt für den Anschluss von Eigenerzeugungsanlagen
  • Lageplan der Eigenerzeugeranlage bzw. des Objekts
  • Übersichtsschaltplan der Anlage mit den Nenndaten der eingesetzten Betriebsmittel
  • Konformitätserklärung
  • Formular "Inbetriebsetzung einer Elektroanlage/Auftrag für Zählermontage demontage" sowie den Montageschein (Zählerwechsel) es wird ein Zähler mit Rücklaufhemmung eingebaut

Es erfolgt, nach einer Netzverträglichkeitsprüfung, eine schriftliche Freigabe der Erzeugungsanlage am zugewiesenen Netzverknüpfungspunkt

Inbetriebnahme der Anlage:
Die Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage und Prüfung des Netz- und Anlagen-
schutzes erfolgt mit einem Mitarbeiter der SWT Stadtwerke Trier Versorgungs-GmbH.


Ansprechpartner

  • N - Strategie Anlagen und Netze/Regulierungsmanagement/Umwelt- und Arbeitsschutz
    Christoph Adams

    Tel.: 0651 717-1581
    Fax: 0651 717-1589






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