Im Jahr 2016 folgte dann die Beförderung zum Teamleiter und die Ernennung zum Ausbilder für den Beruf des Metallbauers, ehe Daniel im Jahr 2020 seine heutige Stelle als Gruppenleiter der Zentralwerkstatt antrat. „Bei mir ist kein Arbeitstag wie der andere“, beschreibt er seine Arbeit. „Durch die verschiedenen Aufträge, die wir in der Schlosserei aus den anderen Abteilungen erhalten und den Ausbildungsalltag haben wir viel Abwechslung in der Werkstatt, aber das gefällt mir sehr gut.“ Dabei ist Daniel nicht nur verantwortlich für die Ausbildung „seiner“ Metallbauer, sondern auch für die „Grundausbildung Metall“ der anderen technischen Ausbildungsberufe. In der Regel hospitieren hierfür zwischen sieben und zehn Auszubildenden aus den anderen Sparten in der Zentralwerkstatt, darunter befinden sich Elektronikerinnen und Elektroniker, Umwelttechnologen für Trinkwasser und Abwasser, sowie Kfz-Mechatroniker. Auf der großen Ausbildungsfläche in unserem Energie- und Technikpark hat der Ausbilder seine Schützlinge bestens im Blick. „Weil hier ausreichend Platz für alle ist, habe ich auch bei einer größeren Gruppe mal die Möglichkeit zur individuellen Betreuung.“, führt er aus. „Ich versuche dabei die Grundausbildung möglichst nahe an der Arbeitsrealität des jeweiligen Ausbildungsberufes zu gestalten. Das Ziel ist, dass unsere Nachwuchskräfte später, wenn sie auf der Baustelle im Einsatz mit den verschiedenen Werkzeugen auch richtig umgehen können, egal ob Winkelschleifer, Akkubohrer- oder Schrauber.“
Dass eine gute Betreuung sich auszahlt, zeigen auch die jüngsten Beispiele der Metallbauer, die Daniel ausgebildet hat. Mit Jakob Kügl und Bastian Klassen haben zwei SWT-Metallbauer in den letzten beiden Jahren die jeweils beste Prüfung bei der Trierer Handwerkskammer (HWK) abgelegt und wurden dementsprechend geehrt. Im anschließenden landesweiten Entscheid haben sowohl Jakob (1. Platz, 2024), als auch Bastian (3. Platz, 2025) es sogar unter die Landesbesten in Rheinland-Pfalz geschafft. Auch Daniel selber wurde in diesem Zusammenhang für seine erfolgreiche Ausbildungsarbeit von der HWK ausgezeichnet. „Das war in erster Linie der Verdienst der Azubis. Beide haben von vorneherein sehr viel Potenzial mitgebracht“, erklärt Daniel Willems. „Dazu kamen dann der Wille eine gute Prüfung zu machen und natürlich auch der Fleiß in der Prüfungsvorbereitung. Aber natürlich bin ich auch stolz, dass wir in den letzten Jahren gleich zwei Azubis unter den Landesbesten hatten. Das zeigt schon, dass die Ausbildung hier eine gewisse Qualität hat.“ Und wie läuft die Prüfungsvorbereitung bestenfalls ab, um einen solchen Erfolg zu erzielen? „Natürlich bin ich selbst heute etwas weiter weg von der Prüfung, als ich es 2013 oder 2014 war“, erläutert Daniel. „Deshalb ist das immer auch ein Zusammenspiel mit unseren Nachwuchskräften. Ich habe immer verschiedene Gesellenprüfungen aus den Vorjahren hier, die gehen wir dann gemeinsam durch und schauen dabei auf das theoretische und praktische Fachwissen. Dazu gehören auch verschiedene Muster, die ich dann anfertigen lasse, um die Handfertigkeiten zu testen. Hier sehe ich dann, wo eventuell noch Bedarf ist und wo jemand vielleicht noch einmal üben muss. Um dann am Ende unter den Landesbesten zu landen hängt es auch von der jeweiligen Tagesform und der Konkurrenz in dem Jahr ab. Das soll aber die Leistung der beiden natürlich nicht schmälern. Beide haben das super gemacht.“
