Auf die Frage, weshalb er Busfahrer werden wollte, leitet Johannes Leichtweiß seine Antwort damit ein, keinen „Schwiegermutter-freundlichen Lebenslauf“ zu haben. Nach dem Abitur absolvierte Johannes eine Ausbildung zum Industriekaufmann – mit gutem Erfolg, wie er sagt: „Aber das war nichts für mich“. Deshalb begann er ein Studium an der Forsthochschule in Rottenburg mit Schwerpunkt Nachhaltigem Regionalmanagement und arbeitete nebenher als Ranger, später als Baumpfleger und gründete eine eigene Firma. „Zuerst waren wir zu zweit, dann ist die Firma stetig größer geworden. Irgendwann hat mich das alles gestresst, vor allem emotional. Ich habe viel nachgedacht und beschlossen, meine beruflichen Prioritäten anders zu setzen, dass ich einen guten, sinnvollen Job haben möchte, bei dem ich mir über viele Dinge keine Gedanken mehr machen muss“, erzählt Johannes. Er lächelt: „So bin ich dann bei den Stadtwerken gelandet. Ich hätte auch Lokführer werden können, aber die Stadtwerke haben mich überzeugt.“
Wie wir Johannes überzeugt haben? Unter anderem mit unserem festen Standort in der Gottbillstraße und unserem Wunsch-Dienstplan-Konzept. Johannes arbeitet am liebsten am Tag: „Die Flexibilität, die wir haben, ist super. Ich kann meine Freizeit um meine Dienste herum planen. Gleichzeitig habe ich ein Sicherheitsgefühl, weil alles geregelt ist und ich mich um nichts kümmern muss.“ Der 36-Jährige erzählt, dass es nach seinem Entschluss schnell ging: „Ich habe auf einer Buswerbung gesehen, dass Busfahrer gesucht werden. Dann habe ich eine Mail geschrieben und einen Praktikumstag gemacht. Der Tag war sehr interessant, den Job fand ich ganz cool, also habe ich mich beworben, eine Zusage bekommen und den Führerschein gemacht.“ Seit anderthalb Jahren fährt er nun allein – mit dem Anspruch, dass seine Fahrgäste sich im Bus wohl fühlen. „Von Anfang an habe ich mich gut gefühlt auf dem Bus. Die Arbeit macht mir Spaß, ich fahre gerne Bus und habe gerne Kontakt zu unseren Fahrgästen.“
Sein Gefühl, einen großen Bus zu steuern, beschreibt Johannes so: „Man fühlt sich ein bisschen wie ein Kind, freut sich, wenn man mit so einem großen Fahrzeug durch die Stadt fährt.“ Insgesamt ist der Job des Busfahrers aus Sicht von Johannes sehr abwechslungsreich: „Man lernt Leute kennen, der Kontakt ist fast immer sehr angenehm. Wenn ich mal einige Zeit nicht auf einer Linie war und die Fahrgäste sprechen mich an, dass sie mich länger nicht gesehen hätten, das ist richtig schön.“
Johannes fühlt sich in seiner Entscheidung für die Stadtwerke Trier bestätigt. Er schwärmt: „Ich bin ein großer Freund der Verkehrswende, für mehr ÖPNV und mehr Elektromobilität. Es ist ein gutes Gefühl, ein kleines Rädchen in der nachhaltigen Mobilität zu sein. Es sollten viel mehr Leute Bus und Bahn fahren.“ Nachhaltig denken und leben, ist ein großer Anspruch von Johannes. An den meisten Tagen in der Woche fährt er mit dem Rad zur Arbeit – nach 45 Minuten Heimfahrt ist sein Kopf schön frei.
Auch von der Einführung des neuen Zahlverfahrens TREVER&SMART, bei dem sich unsere Fahrgäste einfach mit ihrer Bank- oder Kreditkarte im Bus ein- und auschecken können, ist Johannes überzeugt: „Das finde ich extrem gut und modern. Hier in Trier merkt man schon noch eine gewisse Umgewöhnungsphase. Unsere Fahrgäste sind es gewohnt, vorne einzusteigen und ihr Ticket vorzuzeigen. Täglich werden es mehr, die sich an den hinteren Einstieg herantrauen.“
