Offiziele Interpräsentation SWT AöR. SWT Stadtwerke Trier - Neues Prozessleitsystem im Klärwerk ist „ready for KRITIS“

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  • Bild: Neues Prozessleitsystem im Klärwerk ist „ready for KRITIS“
    18.01.2024

    Neues Prozessleitsystem im Klärwerk ist „ready for KRITIS“

    Dank einer Software-Migration entspricht das Prozessleitsystem (PLS) in unserem Klärwerk seit November den zukünftigen KRITIS-Anforderungen des Bundesinnenministeriums, noch bevor diese an uns gestellt wurden. Der Erfolg des Mammutprojekts ist ein Verdienst vorbildlicher, bereichsübergreifender Zusammenarbeit von unserer SWT-trilan, unseren Kollegen im KLärwerk und unserer IT.

    Das Prozessleitsystem in unserem Hauptklärwerk übernimmt, unabhängig von der zentralen Leitstelle, Automatisierungsaufgaben bei sämtlichen neben-, vor- und nachgelagerten Prozessen der Abwasserreinigung. Vor dem Hintergrund der steigenden KRITIS-Auflagen zeichnete sich ab, dass unser Prozessleitsystem in den nächsten Jahren eine Software-Migration und neue Prozessrechner benötigt. Die letzte Erneuerung des Systems fand im Jahr 2012 statt. Im Zuge der Migration bot es sich ebenfalls an unter den Gesichtspunkten der IT-Sicherheit zusätzliche Anpassungen an der Infrastruktur des Netzwerks vorzunehmen. Eine Aufgabe die in den Bereich unseres Kollegen Volker Lex fällt. „Eine Migration wie diese erfordert sehr viel Abstimmung“, erklärt Lex. „Neben meiner Gruppe waren hier auch die Kollegen aus dem Leitcenter, dem Klärwerk, der IT, der SWT-Trilan und dem SWT-Datacenter involviert.“ Mit Blick in die Zukunft kam die Modernisierung, Lex zufolge, genau zum richtigen Zeitpunkt. „Die Auflagen werden in den nächsten 2-3 Jahren deutlich hochgeschraubt werden“, sagt er.

    Was ist KRITIS?

    KRITIS ist die Abkürzung des Bundesinnenministeriums für kritische Infrastruktur. So werden Organisationen und Institutionen mit gesellschaftlicher Funktion bezeichnet, die eine zentrale Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen haben. Darunter fallen innerhalb der SWT derzeit nur die Sparten Strom und Gasversorgung. Um auf eine Erweiterung auf die Sparten Wasser und Abwasser reagieren zu können, bauen wir die gleichen Systeme dort auch auf. Mit steigender Einwohnerzahl werden auch die KRITIS-Anforderungen komplexer. Hintergrund sind die gesteigerten digitalen Möglichkeiten, die das Risiko einer Cyberattacke zumindest theoretisch erhöhen.

    Reibungsloser Migrationsprozess

    Nachdem es im Mai 2023 noch Lieferschwierigkeiten gab, wurde das Systemupdate im November innerhalb von zwei Wochen implementiert. „Es hat tatsächlich alles genau so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben. Das hatten wir so nicht erwartet, weil wir mit mehr Schwierigkeiten gerechnet hatten“, führt Volker Lex aus. „Wir mussten den Umbau ja im laufenden Prozess durchführen. Deshalb wurde das neue PLS sukzessive in Betrieb genommen.“
    Im Rahmen der Migration wurde das alte System auf den aktuellsten Software-Stand des Herstellers gebracht und um zusätzliche Technik erweitert. Dabei hat das bereichsübergreifende Team darauf geachtet, dass die verschiedenen Benutzer und Rechte des PLS zentral verwaltet werden. „Durch redundante Strukturen, wie beispielsweise zwei Domaincontroller, zwei Server und zwei Webserver wäre das System bei einem Ausfall eines der beiden Serverpaare trotzdem weiterhin online“, erklärt Lukas Drees, staatlich geprüfter Techniker für die Prozessautomatisierung in der Gruppe T-DE/F. „Ein zusätzlicher Server dient zum Beispiel alleine der Aktualisierung der Anti-Viren-Software aller PCs innerhalb der Domain.“ Der Netzwerkaufbau des Klärwerks wurde dabei erstmals räumlich getrennt. Das bedeutet, dass alle PCs des PLS die mehrfach ausgeführt sind in einen neuen Serverschrank in unseren, als hochverfügbar zertifiziertem, Datacenter am Standort ETP umziehen. Eine Sicherheitsmaßnahme, damit im Brand- oder Fehlerfall mindestens eine Anlage verfügbar ist und das PLS weiterlaufen kann.

    Modell für die Zukunft

    Trotz der zeitlichen Verzögerung ist Projektleiter Lex sehr zufrieden mit dem Ergebnis des bereichsübergreifenden Mammutprojekts. „Mit den Anpassungen die wir jetzt durchgeführt haben, bekommen wir die KRITIS-Zertifizierung, wenn es soweit ist. Die Technik ist jetzt auf dem allerneusten Stand“, führt er aus. „Die Modernisierung ist auch wegweisend für unsere anderen Gewerke. Wir haben jetzt einen Prozess und ein System, die wir auf andere Sparten übertragen können. Da haben wir natürlich mit dem ETP auch einen klaren Standortvorteil. Dadurch das alle technischen Betriebe hier zusammensitzen, kann man sich bei größeren Projekten wie diesem hier gemeinsam Gedanken machen und bereichsübergreifend die beste Lösung erarbeiten.“

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