Offiziele Interpräsentation SWT AöR. SWT AöR - Unser Antrieb: „Wir denken heute schon an morgen“

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  • Unser Antrieb: „Wir denken heute schon an morgen“

    Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Veränderung. Nachfolgend finden Sie eine Momentaufnahme unseres Tuns für das Jahr 2019. Damit konnten wir auch die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für uns gewinnen und wurden mit dem Sonderpreis Digitalisierung ausgezeichnet.

    Bild: © Frank Fendler
    © Frank Fendler
    Wir - die Stadtwerke Trier – sind ein Infrastruktur- und Energiedienstleistungsunternehmen, mit Sitz im Herzen Europas. Unter unserem Dach vereinen wir zahlreiche Sparten von A wie Abwasser über E wie Energie und M wie Mobilität bis Z wie Zählermanagement. Als Tochter der Stadt Trier fühlen wir uns sowohl in unseren wirtschaftlichen Entscheidungen als auch in unserem Klima-Engagement den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und der Region verpflichtet.

    Unsere Herausforderungen? Wir müssen unser Geschäftsmodell – den An-, Verkauf und Transport von Energie – überarbeiten und Energieversorgung neu denken. Warum? Zum Beispiel aufgrund der zunehmenden Dezentralisierung der Energieerzeugung, den damit eingehenden gesetzlichen Vorgaben und dem wachsenden Wettbewerb in allen Wertschöpfungsstufen. Dabei legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit, auch um defizitäre Dienstleistungen, wie den Personennahverkehr oder das einzige öffentliche Hallenbad der Stadt auch in Zukunft vollumfänglich finanzieren zu können. Damit erfüllen wir wichtige soziale Aufgaben. Der demografische Wandel, der drohende Fachkräftemangel und die Nachbarschaft zum attraktiven Wirtschaftsstandort Luxemburg sind weitere Herausforderungen.

    Unsere Chancen? Wir setzen unternehmensweit auf unsere Stärke, ein regionaler Dienstleister für Energie und (!) Infrastruktur zu sein. Das heißt: Jedes Projekt kann bei Bedarf von den Kompetenzen aller Geschäftsfelder unserer Gruppe über eine eigens eingerichtete Projektorganisation profitieren. Richtungsweisend ist dabei unser Leitsatz "Wir denken heute schon an morgen". So entstehen neue und sektorenübergreifende Versorgungssysteme. Dafür nutzen wir die Digitalisierung, insbesondere künstliche Intelligenz.  Unser zertifiziertes Energiemanagement sorgt für eine transparente Dokumentation und eine kontinuierliche Verbesserung unserer Energiebilanz. Darüber verstehen wir regionale Kooperationen als Chance. Wir sind breit aufgestellt und haben unter unserem Dach - der Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) - zahlreiche weitere Gesellschaftsformen etabliert, um sowohl mit privaten als auch kommunalen Partnern gemeinsam Projekte zu realisieren. Wir sind stolz darauf, u. a. auch direkt mit Ortsgemeinden oder Bürgern im Rahmen von GmbHs oder Genossenschaften zusammen zu arbeiten. Die Partnerschaft mit regionalen Bildungsinstitutionen wie Hochschule, Universität, Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer verstehen wir als Chance, Fachkräfte auf allen Ebenen zu sichern und zu gewinnen.

    Strategien und Maßnahmen

    Unsere Kernkompetenz ist Energie. Deshalb lautet unsere Strategie in allen Geschäftsfeldern:

    • 1. Energie sparen

      Wir stellen jeglichen Energieeinsatz auf den Prüfstand und fragen uns: Müssen wir diese Kilowattstunde wirklich verbrauchen? Durch den Einsatz neuer, energieeffizienter Technik oder intelligenter Steuerung sparen wir Energie und sind damit unseren Kunden ein Vorbild.

    • 2. Energie selbst erzeugen

      Wir prüfen jede Möglichkeiten, benötigte Energie wirtschaftlich selbst zu erzeugen, um den Fremdbezug zu reduzieren. Das minimiert die Kosten, stärkt unsere Kompetenz als Dienstleister und entlastet die Umwelt.

    • 3. Energie flexibilisieren und speichern durch künstliche Intelligenz

      Sonne und Wind produzieren Strom nicht auf Bestellung. Deshalb suchen wir nach Möglichkeiten Erzeuger und Verbraucher (technische Anlagen) flexibel zu steuern und  vorhandene Infrastrukturen auch als Energiespeicher mehrfach zu nutzen. Dazu nutzen wir künstliche Intelligenz - konkret neuronale Netze.

    Die aus der Strategie abgeleiteten Maßnahmen haben wir in einem Stufenmodell konzeptionell umgesetzt.

    Bild: ©SWT
    ©SWT
    Stufe 1 (kurzfristig): Wir untersuchen alle unsere Tätigkeitsfelder (Sektoren) auf Potentiale für Energieeffizienz, erneuerbare Energieerzeugung und Speichermöglichkeiten. Wir verbinden alle drei Elemente innerhalb eines Tätigkeitsfeldes über künstliche Intelligenz. Konkret nutzen wir dazu künstliche neuronale Netze. Diese komplexen Softwarelösungen ähneln der Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Sie sind selbstlernend, das bedeutet: Jeder Vorgang liefert Daten, die bei den folgenden Arbeitsschritten berücksichtigt werden. So können wir Mehr- oder Mindermengen an erzeugter Energie mit den anderen Tätigkeitsfeldern abgleichen.

    Stufe 2 (mittelfristig): In der Stufe 2 vernetzen wir große und kleine Erzeugungsanlagen in der Region (Biogas- und Erdgas-BHKW, Wind- und Solarkraftwerke, Wärmespeicher, Trinkwasserhochbehälter, u. v. m.). Mit der digitalen Steuerung gewährleisten wir einen flexiblen Energiefluss zwischen den ersten beiden Stufen.

    Stufe 3 (langfristig): Mit dem Einsatz von Energiespeichern reduzieren wir die Spitzenbelastung vorgelagerter Netze und versorgen unsere Kunden mit einem Höchstmaß an Energie aus der Region (regionaler Energieabgleich).

    Zusammenfassend kann man sagen, wir arbeiten aktuell vom Kleinen zum Großen. Wir entwickeln Pilotprojekte mit neuen Technologien und skalieren diese. Dann übertragen wir die gewonnenen Kompetenzen auf andere Unternehmenssparten. Unser Antrieb: Eine nachhaltige regionale Energieversorgung für morgen.

    Erfolge

    Ziele

    Als Energie- und Infrastrukturdienstleister wollen wir nicht nur über Erzeugung und Verkauf von regenerativer Energie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern mit gutem Beispiel voran gehen. Unser Ziel ist der regionale Energieabgleich. Den Erfolg messen wir am Grad der Eigenversorgung und der damit einhergehenden CO2-Ersparnis der jeweiligen Sparte bzw. des jeweiligen Projekts.

    Nachhaltigkeitshighlights

    Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, dass der Grad der Eigenversorgung einer Sparte steigt, ist für uns ein Highlight, z. B. aktuell die erste PV-Anlage auf einem Hochbehälter der Wasserversorgung. Parallel läuft die Ausschreibung für eine neue PV-Anlage auf unserem Hallenbad. Darüber hinaus sind wir sehr stolz darauf, dass wir für die energetische Optimierung einzelner Sparten bereits ausgezeichnet wurden:

    Digitalisierung bietet neue Chancen

    Digitalisierung verstehen wir als Instrument, um den eingeschlagenen Weg vom klassischen Versorger zum kundenorientierten und sektorenübergreifenden Qualitätsdienstleister erfolgreich weiter zu gehen. Dabei geht es insbesondere darum, unsere Aufgabenfelder intelligent zu vernetzen und neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Zahlreiche Maßnahmen auf den folgenden drei Handlungsebenen sind in Planung:

    • 1. Wir bauen komplexe Infrastruktur intelligent auf.

      Unsere Kernaufgabe ist der Aufbau digitaler Infrastruktur - von der Verlegung von Glasfaserleitungen über den Aufbau von WLAN- und IoT-Funknetzen bis zur Eröffnung eines CO2-neutralen Rechenzentrums.

    • 2. Wir erschließen neue Geschäftsfelder und entwickeln Trier zur smarten City.

      Die Straßenbeleuchtung ist als Träger digitaler Infrastruktur ein wichtiger Baustein unserer Digitalisierungsstrategie. An mehr als 60 Beleuchtungsmasten in der Innenstadt hängen WLAN-Access-Points. Darüber ist es uns gelungen ein geschlossenes Innenstadtnetz aufzubauen, an das sich auch bereits erste Geschäftskunden angeschlossen haben. Die Besonderheit: Wir haben unsere Busse mit dem selben WLAN-Netz ausgestattet. So können die Nutzer in der gesamten Innenstadt und in den Bussen ohne Unterbrechung mit dem Internet verbunden bleiben. Das hilft Doppelstrukturen zu vermeiden. Aktuell nutzen rund 6 000 Menschen täglich unser SWT City WLAN - Tendenz steigend.

    • 3. Wir nutzen die Digitalisierung, um unsere Prozesse sektorenübergreifend zu optimieren.

      Am Beispiel der Trinkwassersparte zeigen wir im Folgenden, welche Rolle die digitale Technologie bei der energetische Neuausrichtung spielt: Die 20 Trinkwasserbehälter im Trierer Stadtgebiet werden derzeit vorrangig rein nach Wasserbedarf geführt, d. h. nachts gefüllt und tagsüber entleert. Ziel unseres Digitalisierungsprojekts ist es, Pumpenergie zur Befüllung der Behälter dann einzusetzen, wenn Überschussstrom aus regionalen erneuerbaren Energien vorhanden ist – sozusagen ein dezentrales virtuelles Speicherkraftwerk unter Ausnutzung der vorhandenen Trinkwasserbehälter als Energiespeicher. Wie bereits erwähnt, haben wir für die komplexe Steuerung ein künstliches neuronales Netz (KNN) aufgesetzt, das neben den aktuellen Wasserständen, unter anderem auch Erzeugungs- und Verbrauchsdaten, sowie Wetterprognosen zur Abschätzung der in Zukunft anfallenden Stromerzeugung und des korrespondierenden Wasserverbrauchs abgleicht. Der vom KNN erstellte „Fahrplan“ der Wasserversorgung wird kontinuierlich und vorausschauend neu berechnet, den aktuellen Bedingungen angepasst und dem übergeordneten, führenden Prozessleitsystem vorgeschlagen. Das KNN ist skalierbar aufgebaut und soll zukünftig auch im Projekt „Regionales Verbundnetz West-Eifel“ eingesetzt werden. Hier sollen im Endausbau bis zu ca. 100 Trinkwasserbehälter im gesamten Projektraum automatisiert gesteuert werden. Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um unser übergeordnetes Ziel zu erreichen: den regionalen Energieabgleich.

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